Die beste Terminbuchungs- und Telemedizin-Plattformen
Terminbuchungsplattformen ermöglichen Patienten die Online-Buchung und den Einstieg in Videosprechstunden ohne Telefon oder Papierkram. Die größten Unterschiede liegen in der Anbindung an bestehende Praxissysteme, dem Umgang mit Patientendaten und ob der Anbieter in der EU gehostet ist, DSGVO-konform arbeitet und einen AVV für Auftragsverarbeiter vorlegt.
Anbieter
Worauf es bei der Auswahl ankommt
EU-Serverstandort
Prüfe, ob das primäre Rechenzentrum in der EU liegt und keine Patientendaten die EU verlassen. So vermeidest du Abhängigkeiten von Angemessenheitsbeschlüssen oder Standardvertragsklauseln.
DSGVO-Konformität
Achte auf einen veröffentlichten AVV, Transparenz bei Auftragsverarbeitern und eine klare Löschfristenregelung. Manche Anbieter haben zudem eine ISO-27001-Zertifizierung.
Anbindung an Praxissysteme
Suche nach direkten Schnittstellen zu gängigen Praxisverwaltungssystemen in Europa, etwa über offene Standards wie FHIR oder proprietäre APIs lokaler Anbieter.
Patientenerlebnis
Bewerte den Buchungsprozess, die mobile Nutzerfreundlichkeit und ob Patienten Termine ohne Personal verschieben oder stornieren können.
Häufige Fragen
Was kosten europäische Terminbuchungsplattformen für Ärzte?
Die Preise hängen von der Patientenzahl und den Funktionen ab. Die meisten Anbieter bieten gestaffelte Tarife ab niedrigen zweistelligen Beträgen pro Behandler und Monat an, mit Enterprise-Optionen für größere Praxen. Einige wie Doctolib bieten Telemedizin-Module gegen Aufpreis an.
Sind die Plattformen DSGVO-konform und unterzeichnen sie einen AVV?
Seriöse EU-Anbieter sind von Grund auf DSGVO-konform und stellen einen AVV für Auftragsverarbeiter bereit. Prüfe explizite Angaben zur Datenverarbeitung und Auftragsverarbeiterlisten, wie in Artikel 28 gefordert. Doctolib und andere große Anbieter veröffentlichen diese Dokumente öffentlich.
Wo liegen die Serverstandorte dieser Buchungssysteme?
Die meisten europäischen Plattformen hosten Daten in EU-Rechenzentren, oft in Deutschland, Frankreich oder den Niederlanden. Bestätige die Haupt- und Backup-Serverstandorte in den Sicherheitsunterlagen des Anbieters. Doctolib nutzt z. B. Rechenzentren in Frankreich.
Kann ich die Plattform mit meiner bestehenden Praxissoftware verbinden?
Viele EU-Plattformen bieten APIs oder vorgefertigte Schnittstellen für gängige europäische Praxisverwaltungssysteme an. Prüfe die Integrationsliste des Anbieters auf Kompatibilität mit deiner aktuellen Software. Einige wie Doctolib unterstützen FHIR für bessere Interoperabilität.
Wie unterscheiden sich europäische Plattformen von US-Tools wie Zocdoc oder Athenahealth?
US-Plattformen haben oft keine EU-Serverstandorte und setzen auf Standardvertragsklauseln für Datenübermittlungen, die durch Gerichtsurteile ungültig werden können. Europäische Alternativen legen Wert auf EU-Hosting, DSGVO-Konformität und Sprachunterstützung, was sie für Praxen unter EU-Datenschutzrecht besser geeignet macht.
Gibt es kostenlose Tarife für diese Plattformen?
Einige Anbieter bieten begrenzte kostenlose Tarife für kleine Praxen oder Einzelpraktiker an, meist mit Grundfunktionen und einer Obergrenze für monatliche Termine. Prüfe die Preisseite des Anbieters auf aktuelle Angebote, da sich kostenlose Tarife ändern können.
Wie migriere ich Patientendaten von einem bestehenden System?
Die meisten Plattformen bieten Migrationsunterstützung, entweder über CSV-Imports oder direkte API-Übertragungen. Bestätige den Datenimportprozess des Anbieters und ob er bei der Feldzuordnung aus deinem aktuellen System hilft. Doctolib und ähnliche Anbieter bieten oft Onboarding-Unterstützung für die Datenmigration an.
Können Patienten direkt über die Plattform für Termine bezahlen?
Viele EU-Buchungsplattformen bieten Zahlungsabwicklung für Termingebühren an, entweder über integrierte Gateways oder Drittanbieter. Prüfe, ob der Anbieter deine bevorzugten Zahlungsmethoden unterstützt und ob Transaktionsgebühren anfallen. Einige wie Doctolib bieten integrierte Zahlungslösungen an.