Die besten europäischen Cloud-Speicher
Cloud-Speicher ermöglicht Unternehmen, Dateien zentral zu speichern, zu synchronisieren und im Team freizugeben – ohne eigene Server betreiben zu müssen. Doch nicht jeder Anbieter ist gleich: Die Unterschiede liegen in Verschlüsselung, Zugriffsrechten, Integrationen und vor allem im Serverstandort. Für europäische Firmen ist entscheidend, wo die Daten physisch liegen und wer darauf zugreifen kann. EU-gehostete Lösungen unterliegen der DSGVO, vermeiden US-Cloud-Act-Risiken und bieten klare Auftragsverarbeitungsverträge. Zudem entscheiden lokale Rechenzentren über Latenz, Supportzeiten und rechtliche Durchsetzbarkeit bei Streitfällen.
Während US-Anbieter oft mit großzügigem Gratisspeicher locken, punkten europäische Alternativen mit transparenter Preisgestaltung, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und nativen Schnittstellen zu europäischen Diensten wie DATEV oder SAP. Wer sensible Daten wie Verträge, Personalakten oder Entwicklungsdokumente in der Cloud ablegt, sollte prüfen, ob der Anbieter ISO 27001-zertifiziert ist und ob Backups ebenfalls in der EU liegen. Auch die Skalierbarkeit spielt eine Rolle: Manche Dienste richten sich an Start-ups mit wenigen Nutzern, andere an Konzerne mit tausenden Mitarbeitern und komplexen Berechtigungsstrukturen.
Anbieter
Deutsche Open-Source-Kollaborationsplattform mit EU-Hosting und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
Schweizer Cloud-Speicher mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, EU-Hosting und ISO 27001-Zertifizierung.
Slowenischer Cloud-Speicher mit EU-Servern und ohne Tracking — bindet Google Drive, Dropbox und OneDrive ein.
Schwedischer Cloud-Speicher mit EU-Servern und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für DSGVO-kritische Teams.
Schweizer Cloud-Speicher mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Schlüsselverwaltung auf dem Gerät.
Schweizer Open-Source-Cloudspeicher mit OnlyOffice, gehostet in Genfer Rechenzentren
Open-Source-Cloudspeicher mit Zero-Knowledge-Architektur — vollständig in der EU gehostet und in Deutschland entwickelt.
Zero-Knowledge-Cloudspeicher, der sich wie ein lokales Laufwerk einbindet – EU-gehostet, mit Twofish-Verschlüsselung.
Schweizer Cloud-Speicher mit clientseitiger Verschlüsselung und EU-Datenhaltung in Luxemburg.
Französische Cloud-Infrastruktur mit EU-Hosting, Open-Source-Tools und HDS-Zertifizierung für Gesundheitsdaten.
Schweizer Cloud-Infrastruktur mit EU-Rechenzentren, ISO 27001 und transparenten Preisen ab 0,018 €/GB/Monat.
Zero-Knowledge-Objektspeicher, S3-kompatibel und ausschließlich in EU-Rechenzentren gehostet.
Open-Source-Cloudspeicher mit Post-Quanten-Verschlüsselung, EU-gehostet für Teams mit sensiblen Daten.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Serverstandort prüfen
Achte darauf, in welchem Land die Daten gespeichert werden. EU-Anbieter unterliegen der DSGVO, während US-Dienste dem Cloud Act unterstehen. Manche europäische Anbieter nutzen Rechenzentren in Deutschland, der Schweiz oder Frankreich – das kann bei Compliance-Anforderungen den Ausschlag geben.
Verschlüsselung verstehen
Vergleiche, ob die Verschlüsselung nur beim Transfer (TLS) oder auch im Ruhezustand (AES-256) aktiv ist. Bei Ende-zu-Ende-Verschlüsselung hat selbst der Anbieter keinen Zugriff auf deine Dateien – das ist besonders für sensible Daten wie Verträge oder Gesundheitsakten relevant.
Integrationen checken
Prüfe, ob der Cloud-Speicher mit deinen bestehenden Tools zusammenarbeitet. Wichtige Schnittstellen sind Microsoft 365, Google Workspace, Nextcloud oder branchenspezifische Lösungen wie DATEV. Manche Anbieter bieten auch APIs für individuelle Anbindungen.
Preismodell vergleichen
Schau dir an, ob der Anbieter nach Speicherplatz, Nutzern oder Datenvolumen abrechnet. Manche Dienste bieten Flatrates für Teams, andere verlangen Aufpreise für zusätzliche Funktionen wie erweiterte Zugriffsrechte oder automatische Backups.
Häufige Fragen
Warum sollte ich einen europäischen Cloud-Speicher wählen statt Dropbox oder Google Drive?
Europäische Anbieter unterliegen der DSGVO und speichern Daten in der EU, was bei sensiblen Unternehmensdaten rechtliche Sicherheit bietet. US-Dienste wie Dropbox oder Google Drive unterstehen dem Cloud Act, der US-Behörden Zugriff auf gespeicherte Daten ermöglicht – selbst wenn diese auf europäischen Servern liegen.
Kann ich meine Daten später zu einem anderen Anbieter migrieren?
Das hängt vom Anbieter ab. Manche bieten Export-Tools oder APIs, um Daten in ein anderes System zu übertragen. Prüfe vor der Entscheidung, ob der Dienst offene Formate wie ZIP oder CSV unterstützt und ob zusätzliche Kosten für den Datenexport anfallen.
Wie sicher sind meine Daten bei Ende-zu-Ende-Verschlüsselung?
Bei Ende-zu-Ende-Verschlüsselung werden Dateien bereits auf deinem Gerät verschlüsselt, bevor sie in die Cloud hochgeladen werden. Selbst der Anbieter kann sie nicht entschlüsseln. Achte darauf, dass der Schlüssel nur bei dir liegt und nicht beim Dienst gespeichert wird.
Brauche ich für mein kleines Team wirklich einen Business-Tarif?
Das kommt auf deine Anforderungen an. Business-Tarife bieten oft erweiterte Funktionen wie granulare Zugriffsrechte, Audit-Logs oder Prioritäts-Support. Für einfache Nutzung reichen manchmal auch Privat-Tarife – allerdings fehlen dann oft DSGVO-konforme Auftragsverarbeitungsverträge, die für Unternehmen Pflicht sind.